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Das 2006 gegründete Literaturforum Indien e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Literaturen aus Indien und anderen südasiatischen Ländern im deutschsprachigen Raum bekannter zu machen.
 
Literatur aus Indien in englischer Sprache hat bereits weltweit Anerkennung gefunden. Kaum bekannt ist bislang die in Hindi, Tamil, Malayalam, Bengali, Urdu, Marathi und anderen Sprachen Südasiens verfasste Literatur, die auf eine nicht weniger bedeutende Tradition zurückschaut.
 
Das Literaturforum Indien e.V. will zu einem vollständigeren Bild der Literaturen Südasiens beitragen und die Verbreitung von anspruchsvollen Werken vor allem zeitgenössischer Autoren fördern, die ein authentisches Bild der Kulturen des indischen Subkontinents vermitteln.
 
Dazu treten wir unter anderem mit Autorenlesungen, Seminaren und einer Internet-Präsenz an die Öffentlichkeit. Presse und Rundfunk berichteten über unsere Aktivitäten.




Aktuelles


Zum Tod der Schriftstellerin Mahasweta Devi

Am 28. Juli 2016 starb in Kalkutta im Alter von 90 Jahren die große bengalische Schriftstellerin Mahasweta Devi. Sie wurde durch zahlreiche Romane und Kurzgeschichten über die Ärmsten der Armen bekannt. Einige ihrer Werke gibt es auch in deutscher Übersetzung. 

Einen Nachruf können Sie hier lesen.





Wie queren wir Flüsse? - 

Jubiläumsband zum zehnjährigen Bestehen des Literaturforum Indien e.V.


Wie queren wir Flüsse? Geschichten und Gedichte vom indischen Subkontinent



































Aus dem Vorwort: „Wie queren wir Flüsse?“ Darum geht es in einem Gedicht des indischen Lyrikers Keki N. Daruwalla. Flüsse machen das Land fruchtbar, sie verbinden die Menschen, ermöglichen Handel und kulturellen Austausch. Aber sie trennen auch. Ein Fluss, so Daruwalla, stellt sich uns in jeder Lebensphase als Hindernis in den Weg. Damit man den eigenen Weg fortsetzen kann, muss er irgendwie überquert werden. Sei es watend, schwimmend oder in einem Boot. Aus eigenen Kräften oder mit fremder Hilfe. Der Fluss wird zum universalen Bild für die Bewältigung von Hindernissen und Gefahren.

Vor Hindernissen, die es zu überwinden gilt, stehen die Protagonisten in vielen der Geschichten und Gedichte dieser Anthologie. Etwa vor der sozialen Kluft zwischen reich und arm, gebildet und unwissend, angesehen und verachtet. Oder vor dem Antagonismus von patriarchalischer Tradition und dem Emanzipationsstreben der Frauen. In vielfältiger Weise verweisen die Texte dieses Buches auf solche zwischenmenschlichen Schranken und Klüfte, sie zeigen unterschiedliche Wege, sie zu überwinden. Sie stellen das Scheitern an den realen Bedingungen dar, aber auch den Sieg von Mut und Menschlichkeit über große Widerstände.

Vor zehn Jahren, 2006, wurde das Literaturforum Indien e.V. gegründet und der runde Geburtstag ist unmittelbarer Anlass für diese Anthologie. Die Auswahl der Geschichten und Gedichte will einen Querschnitt der neueren Literatur Indiens bieten. Sie umfasst Texte aus 12 Ausgangssprachen, wobei einige der sprachlich und kulturell nah verwandten Nachbarn Indiens einbezogen wurden. [mehr...]

Wie queren wir Flüsse? Geschichten und Gedichte vom indischen Subkontinent

hrsg. von Ines Fornell und Reinhold Schein
Draupadi Verlag 2016 - ISBN 978-3-945191-13-2
190 S., 19,80 Euro

Inhaltsverzeichnis




Unsere Tagung 2016: Literatur der Adivasi

Tagung 2016













Evangelische Akademie Villigst
im Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW
27. - 29. Mai 2016

Die Tagung ist den Adivasi gewidmet, der indigenen Bevölkerung Indiens, die nach langer ausschließlich mündlicher Erähltradition in den letzten Jahrzehnten auch mit schriftlicher Literatur und sogar einem eigenen englischsprachigen Verlag, Adivaani, hervorgetreten ist. Dessen Gründerin Ruby Hembron wird neben der Lyrikerin Jacinta Kerketta auf der Tagung vertreten sein.

Das Programm finden Sie hier.

Anmeldung




"Poets translating Poets"

Eine Initiative der Goethe-Institute in Südasien. In einer Serie von Workshops treffen deutschsprachige Lyrikerinnen und Lyriker auf Dichterkollegen aus Indien, Bangladesch, Pakistan und Sri Lanka und übersetzen ihre Texte in die jeweils andere Sprache. Die Ergebnisse werden im Sommer 2016 in mehreren deutschen Städten vorgestellt. Mehr …



Zum Tod von O.N.V. Kurup


O.N.V. Kurup / Bild: Hans-Martin KunzAm 13. Februar dieses Jahres verstarb der mit vielen Preisen und Ehrungen ausgezeichnete Lyriker und Essayist O.N.V. Kurup 84-jährig in Thiruvananthapuram/Kerala. Eine Auswahl seines dichterischen Lebenswerks erschien 2012 unter dem Titel „Ein Tropfen Licht“ in der Übersetzung aus dem Malayalam von Annakutty V.K. Findeis im Draupadi Verlag. Auch seine Lesereise durch Deutschland im November 2012 fand viel positive Resonanz.

Eine Würdigung Kurups und ein wenige Monate vor seinem Tod geführtes Interview mit ihm finden Sie (auf Englisch) hier.




Kontroverse um indische Literaturakademie

Ausgelöst durch den unaufgeklärten Mord an M. M. Kalburgi, einem Preisträger der indischen Literaturakademie (Sahitya Akademi), tobt seit über drei Monaten eine Kontroverse in der indischen Literaturszene und in den Medien. Eine große Zahl prominenter Schriftsteller gab ihre Literaturpreise aus Protest gegen das Schweigen der Akademie zu diesem Mord zurück, weitere bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens solidarisierten sich mit der Protestbewegung.

Etliche Kommentatoren aus Politik und Medien verurteilten diese Literaten scharf, unterstellten ihnen literaturferne politische Motive. Die Literaturakademie selbst rief alle Preisträger öffentlich dazu auf, der Akademie treu zu bleiben und ihre Preise zu behalten. http://sahitya-akademi.gov.in/sahitya-akademi/pdf/appeal-12-10-15.pdf

Auch innerhalb des Literaturforums Indien e.V. sind die Meinungen durchaus geteilt. Wer sich selbst ein umfassendes Bild über die Kontroverse machen will, kann dies mit einer Internetrecherche z.B. zu den Stichworten „Sahitya Akademi“, „Kalburgi“, tun. 

Einige Aspekte der Debatte sind Thema unseres kurzen Interviews mit dem Hindi-Autor Uday Prakash, der mit seiner Rückgabe des Literaturpreises im September 2015 die Welle auslöste. Das Interview lesen Sie hier.




Lesereise von Geetanjali Shree, November 2015 


Das Literaturforum ist im November erneut Mitveranstalter einer Lesereise von Geetanjali Shree, von der bisher die beiden Romane "Mai" und "Unsere Stadt in jenem Jahr" sowie der Kurzgeschichtenband "Weißer Hibiskus" auf Deutsch vorliegen. Die Termine sind:

  • 04.11.     Alpines Museum, Praterinsel 5, 80538 München
  • 05.11.     Alte Schule, Luitpoldstraße 20, in 82211 Herrsching
  • 06.11.     Stadtbibliothek am Mailänder Platz, 70173 Stuttgart
  • 11.11.     Katlenburg, 37191 Katlenburg-Lindau
  • 14.11.     DIG, Königstrasse 64, 90402 Nürnberg
  • 19.11.     Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
  • 22.11.     Südbahnhof, Saumstraße 9, 47805 Krefeld (Matinee)
  • 24.11.     Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

Hier finden Sie ein Interview von Geetanjali Shree mit dem Tagesspiegel.